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Allgemeines

Welche Gebiete deckt die Gefässmedizin ab?

Wo Blut fliesst, ist Leben. Den Blutgefässen kommt die bedeutende Aufgabe zu, alle Organe ausreichend mit Blut zu versorgen.

Das Gefässsystem lässt sich grob in Arterien (vom Herzen abgehende Gefässe), Venen (Zum Herzen führend) sowie den Lymphgefässen (bringen die Lymphe zurück in den Kreislauf) gliedern. Dabei misst das gesamte Gefässsystem eines Menschen über 100’000Km. Zum Vergleich umfasst das Strassensystem der Schweiz ‘’nur’’ 85’000Km.

Dabei ist die Angiologie (,,angeïon’’ Gefäss -,,logie’’ Lehre) ein Teilgebiet der inneren Medizin mit eigenem Facharzttitel und sie befasst sich mit Epidemiologie, Diagnose, Therapie sowie Prävention von Erkrankungen des Gefässsystems.

«Die Gefässmedizin ist überall dort zuständig, wo Blut fliesst. Sie beschäftigt sich mit Erkrankungen des Gefässsystems, ausser jenen des Gehirns und des Herzens» Prof. Dr. med. Iris Baumgartner

Welche Erkrankungen behandelt die Gefässmedizin?

Die Gefässmedizin befasst sich mit der Behandlung von Erkrankungen der Arterien, Venen und Lymphbahnen im ganzen Körper. Das Spektrum reicht von der Versorgung von schlecht heilenden Wunden bei Durchblutungsstörungen, über die Diagnose von Thrombosen oder Behandlung schmerhafter Krampfadern bis hin zur Betreuung von Erwachsenen und Kindern mit seltenen Gefässmissbildungen.

Die periphere arterielle Verschlusskrankheit sowie die tiefe Venenthrombose gehören zu den häufigen Gefässerkrankungen in der Schweiz. Personen mit einer oft als harmlos erachteten «Schaufensterkrankheit» (Durchblutungsstörung der Beine) haben ein vierfach erhöhtes Risiko an Herzkreislaufproblemen zu sterben. Die tiefe Venenthrombose und daraus resultierende Lungenembolien fordern jährlich mehr Todesopfer als Verkehrsunfälle, Prostata- und Brustkrebs zusammen. Dennoch kennen viele Menschen die klinischen Symptome dieser häufigen Gefässerkrankungen nicht.

Die Schweizerische Stiftung für Gefässmedizin engagiert sich in Öffentlichkeitsarbeit und medizinischer Forschung, um der prognostizierten Zunahme an Gefässkrankheiten und den damit verbundenen Konsequenzen für Patientinnen und Patienten entgegenzuwirken.